03. Lidchirurgie

Bei der Lidchirurgie werden an Ober- und Unterlidern verschiedene operative Eingriffe vorgenommen. Diese Eingriffe erfolgen oft aus kosmetischen oder rekonstruktiven Gründen, z. B. bei Schlupflidern, Lidfehlstellungen, herabhängenden Lidern und Hagelkörnern. Aber auch Lidtumore werden in unserer Praxis behandelt. Die OP wird ambulant unter lokaler Betäubung durchgeführt.

Schlupflidkorrekturen

Zu den häufigsten ästhetisch-chirurgischen Eingriffen in unserer Praxis gehören die Schlupflidkorrekturen. Schlupflider sind hängende und voluminöse Augenlider, die durch Hautüberschuss, Muskelüberschuss und/oder Fettgewebsüberschuss entstehen. Unter lokaler Betäubung wird durch einen Schnitt im Augenlid der Hautüberschuss entfernt. Überschüssiges Muskel- und Fettgewebe müssen entsprechend reduziert wird. Danach werden Haut und Muskel wieder vernäht. Die feine Naht wird mit feuchten Kompressen sanft gekühlt und ca. eine Woche nach dem Eingriff entfernt.

Vor der OP

Etwa zwei Wochen vor der Operation sollten Sie keine Schmerzmittel, wie z.B. Aspirin mehr einnehmen, da diese die Blutgerinnung verzögern. Alkohol oder Schlafmittel sollten Sie ebenfalls vermeiden. Leiden Sie unter einer Allergie, anhaltende Blutungen nach Bagatellverletzungen, müssen Sie dies dem Operateur mitteilen. Zur Operation sollten Sie ausgeruht und ungeschminkt erscheinen und eine dunkle Sonnenbrille mitbringen.

Nach der OP

Nach der Operation sollten Sie 1 bis 2 Tage lang Ihre Augen mit feuchten Kompressen und Eisbeuteln kühlen. Dadurch gehen Schwellungen ihrer Augen und kleine Blutergüsse rund um die Augen, schneller zurück. Kleine Blutreste entlang der Naht können Sie vorsichtig mit Wattepads entfernen. Die Fäden werden am 5. Tag nach der Operation in der Klinik gezogen. In der ersten Woche nach der Operation benutzen Sie keine Cremes, Salben oder Make-up für Ihre Augen, damit die Haut schneller heilen kann. Etwaige Blutergüsse kaschieren Sie am besten mit einer dunklen Sonnenbrille. Die Naht verschwindet in den bei geöffneten Augen entstehenden Lidfalten. Im Laufe einiger Wochen verschwinden die Narben völlig und sind nicht mehr sichtbar.

Komplikationen

Eine leichte Trockenheit der Augen nach der Operation ist normal. Sollten Ihre Augen aber stärker gereizt oder gerötet sein, so melden Sie sich bitte bei uns in der Praxis. Nachblutungen sind selten, können jedoch 1 bis 2 Tage nach der Operation auftreten. Nach der Unterlidstraffung kann es je nach Ausdehnung des Blutergusses und Narbenbildung zu einem vorübergehenden leichten Abstehen des Unterlids und zu einem vermehrten Tränenträufeln kommen. Dieses Risiko besteht vor allem bei älteren Patienten und bei Zweiteingriffen. Bilden sich diese Erscheinungen nicht innerhalb von 6 Wochen von alleine wieder zurück, kann ein weiterer kleiner Eingriff erforderlich werden.